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Der Aussichtsturm auf dem Penegal-Gipfel, 4 km vom Mendelpass entfernt, ermöglicht den atemberaubenden Blick auf die Gipfel der Dolomiten (von der Marmolada bis zur Brenta-Gruppe) und über den Alpenhauptkamm. Das Gebiet ist sowohl mit dem Auto (vom Mendelpass aus), als auch zu Fuß über bequeme Wanderwege erreichbar. Wie auch immer Sie zu uns gelangen wollen, der Zauber dieser natürliche Landschaft wird gleichfalls beeindruckend auf Sie wirken. Sehenswert sind in der unmittelbaren Umgebung von Ruffrè die Kapelle aus dem 8. Jahrhundert und das Denkmal zu Ehren Kaiser Franz Josef‘s und seiner Gemahlin Elisabeth

(Sissi), das im Jahre 1898 anlässlich des Besuches des Königlich, Kaiserlichen Brautpaares am Mendelpass erbaut wurde. Die auf der Passhöhe errichteten Hotels und Herrschaftsvillen (Villa Imperiale) stammen aus der Blütezeit des Fremdenverkehrs, Anfang dieses Jahrhunderts. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Hotels von der Università Cattolica von Mailand erstanden. Während der Sommermonaten verwandelt sich dieser Ort zu einem nationalen und internationalem Tagungs- und Kulturzentrum. Im Park der Hotels wurde das Muttergottesdenkmal des Künstlers Gianni Castiglioni aufgestellt.

Zu einem unvergeßlichem Erlebnis wird die Fahrt mit der Mendel-Standseilbahn, die Kaltern mit der Passhöhe verbindet. Sie wurde von einem schweizer Ingenieur geplant und nahm 1903 den Betrieb auf. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde sie rundum erneuert und ermöglicht innerhalb von wenigen Minuten

einen Höhenunterschied von ca. 850 Höhenmeter zu bewältigen. Von hystorischer und künstlerischer Bedeutung ist außerdem die Pfarrkirche von Ruffrè; das Präspiterium, einst Teil einer alten Kapelle, und der Kirchturm stammen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts.

Die alten Höfe (Masi) im Ortskern von Ruffrè sind Zeugen des alten bäuerlichen Baubestandes und fügen sich harmonisch in das Landschaftsbild ein. 15 km von Ruffrè entfernt steht das Heiligtum Sankt Romedio. Es wurde auf einem 70 mt hohen Felsen erbaut und besteht aus 5 verschiedenen kleineren Kirchen, die über 131 Stufen miteinander verbunden sind. Eine davon ist die Heilige Michaels Kapelle aus dem Jahre 1514.

Die 1536 erbaute Hauptkirche ist dem Hl. Romedius geweiht. In der ältesten Kapelle sind in Urnen die Reliquien des Heiligen aufbewahrt. Um das Heiligtum gibt es Leggenden, die seit Generationen überliefert wurden. Die bekannteste davon erzählt von einem Braunbären. Dieser zerfleischte das Pferd von Romedius als er auf dem Weg nach Trient zu Bischof Vigilio war. So geschah es, daß der Heilige dem Bären die Zügel umlegte. Dieser wurde plötzlich zahm und begleitete ihn auf seiner Reise. Zeugnis dieser Legende, die den Bären mit dem Heiligen verbindet, sind die noch hautzutage in einem großen Gehege dort lebenden Bären.

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